6. Mai 2013

mensch, hannes!


es gibt buchcover, deren gestaltung verspricht eine frühlingshaft-leichte geschichte mit viel sonne und blauem himmel. man würde nicht auf die idee kommen dass sich hinter dem cover jede menge tieftraurige novembertage und ein verheerendes sommergewitter verbergen. genau so ist es aber bei rita falks "hannes".



es handelt ... von hannes, natürlich. und auch wieder nicht, denn hannes liegt im koma und an seinem bett sitzt sein bester freund uli und wartet, hofft und - schreibt briefe. an hannes. vom "vogelnest", in dem keine vögel wohnen, sondern psychisch kranke menschen und in dem uli arbeitet. von langjähriger, tiefer freundschaft, neuer liebe und übermächtigem zorn.

liest sich am besten ... neben, unter oder mit ausblick auf einen großen kastanienbaum.

außerdem braucht es ... definitiv ein paar taschentücher - für das novembergrau und gewitterschwarz in diesem buch.

und generell wäre zu sagen ... ich habe dieses buch immer wieder in die hand genommen - und wieder weggelegt. habe mich über die geschichte nicht so recht drüber getraut, es klang einfach so trostlos. aber einmal angefangen hatte ich es in wenigen tagen ausgelesen und war wirklich überrascht: es gab sogar einiges zu lachen! denn obwohl die geschichte an sich traurig ist, steckt in ihr jede menge JA zum leben.


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